«Sicheres Daheim» – Eine Social-Marketing-Studie

Wie können Erwachsene im Alter von 30 bis 65 Jahren dazu bewegt werden, im eigenen Zuhause einfache und wirksame Massnahmen zur Sturzprävention umzusetzen?

Spielfigur auf Treppe
Adobe Stock

Hintergrund

Stürze im häuslichen Umfeld gehören zu den häufigsten Unfallursachen in der Schweiz: Jährlich verletzen sich rund 125’000 Personen zu Hause, teilweise mit schweren Folgen. Dennoch wird das persönliche Risiko oft unterschätzt – insbesondere bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter. Die bestehende Kampagne «Sicheres Daheim» der BFU erreicht die Zielgruppe kommunikativ gut, führt jedoch bislang kaum zu nachhaltigen Verhaltensänderungen. Ein zentraler Grund ist die geringe persönliche Relevanz: Viele Menschen sehen sich selbst nicht als gefährdet und setzen daher keine präventiven Massnahmen um. Für eine wirksamere Prävention braucht es ein vertieftes Verständnis der Zielgruppe – insbesondere ihrer Einstellungen, Gewohnheiten und Entscheidungsmechanismen.

Ziel

Ziel der Studie ist es, fundierte Grundlagen für eine wirksame Weiterentwicklung der Kampagne «Sicheres Daheim» zu schaffen.

Im Fokus steht:

  • die Analyse von Wahrnehmung und Einstellungen gegenüber Sturzrisiken
  • die Identifikation von Barrieren und Motivatoren für präventives Verhalten
  • das Verständnis von Auslösern (Triggern), die tatsächliches Handeln fördern
  • die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Kommunikation und Umsetzung

Die Studie soll damit nicht nur erklären, sondern konkrete Ansatzpunkte liefern, um Verhalten nachhaltig zu verändern.

Vorgehen

Die Studie folgt einem Mixed-Methods-Ansatz und kombiniert qualitative und quantitative Methoden:

1. Qualitative Phase (Fokusgruppen)

  • 4 Fokusgruppen mit Personen der Zielgruppe
  • Vertiefte Einblicke in Wahrnehmungen, Gewohnheiten, Motivatoren und Barrieren

2. Quantitative Befragung

  • Repräsentative Online-Umfrage (N=1’200)
  • Validierung und Gewichtung der Erkenntnisse

3. Berichterstattung & Workshop

  • Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen
  • Workshop mit Stakeholdern zur Entwicklung zukünftiger Kommunikationsstrategien

Resultate

Die Studie liefert:

  • ein differenziertes Verständnis der Zielgruppe
  • zentrale Barrieren und Motivatoren für Sturzprävention
  • konkrete, alltagsnahe Verhaltensansätze
  • evidenzbasierte Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Kampagne

Damit schafft sie die Grundlage für eine Kommunikation, die nicht nur informiert, sondern tatsächliche Verhaltensänderungen auslöst.

Laufzeit

Februar 2026 – September 2026

Partner

  • Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU)
  • Ecoplan AG
  • Bilendi

Kontakt

Dr. Rahel Aschwanden

Prof. Dr. Claude Messner